Spagyrik

Spagyrische Essenzen sind sehr leicht anzuwenden, da sie in Form von Tropfen, Spray oder als Globuli zur Verfügung stehen. Sie werden  über die Mundschleimhaut aufgenommen. Die Essenzen gibt es als Komplexmittel (dabei sind mehrere Essenzen bereits als ein Mittel vorgfertigt zusammengemischt) oder als individuelle Rezeptur, die ich als Therapeutin eigens für jeden Patienten zusammenstelle. Eine Apotheke mischt dann die entsprechende Essenz für Sie zusammen.

Spagyrische Essenzen haben ein breit gefächertes Anwendungsspektrum

Die Essenzen haben ein breit gefächertes Anwendungsspektrum. Sie können auch sehr gut mit anderen (schulmedizinischen) Medikamenten kombiniert werden. Sie haben eine positive Wirkung sowohl auf akute und chronische Erkrankungen, als auch auf geistig-seelische Prozesse.

Zur Entstehung der spagyrischen Essenzen:

Das Wort Spagyrik stammt aus der griechischen Sprache und setzt sich zusammen aus (griech.) spao= trennen, lösen, schneiden und (griech.) ageiro= binden, vereinen, zusammenführen. Ursprünglich wurde die Spagyrik aus dem Gedankengut der Alchemie (mittelalterliche Chemie) zu Zeiten des Paracelsus entwickelt. Sie war damals die angewandte Form der Alchemie und diente zur Herstellung von Heilmitteln. Sie galt als sogenannte Transmutation oder Veredelung der Stoffe oder auch als Kunst Rohstoffe zur Vollendung zu bringen.

Die Pflanze wird in wertvolle und nutzlose Bestandteile getrennt und neu gewonnene Teile wieder vereint

In unserer heutigen Zeit ist uns diese Methode, die bereits vor langer Zeit ihren Ursprung hat, erhalten geblieben. Es gibt einige Firmen, die in Deutschland nach klar definierten spagyrischen Arbeitsprozessen ihre spagyrischen Essenzen herstellen. Dazu wird die Pflanze in ihre “wertvollen” und “nutzlosen” Bestandteile getrennt und die neu gewonnenen Bestandteile werden wieder vereint.

Dieses geschieht durch labortechnische Verfahren, die nach Hersteller variieren können, jedoch einer strengen Qualitätsprüfung unterliegen. In den meisten Fällen entstehen die spagyrischen Essenzen in einem dreistufigen Prozess: Vergärung- Verbrennen- Veraschung.

Dazu wird die ganze Pflanze zunächst zerkleinert. In einem Gemisch aus Wasser und Hefe erfolgt über einen Zeitraum von 2-3 Wochen in Fässern eine Vergärung. Anschließend werden in einem speziellen Destillationsverfahren die flüchtigen Stoffe aus der Pflanze im Wasserdampf gelöst. Diese gehen so in das Destillat über. Alles was nun übrig bleibt ist die Maische, aus der im nächsten Schritt durch Verbrennen die Minerialien und Spurenelemente gewonnen werden. Die verbrannten Pflanzenreste werden nun bei hohen Temperaturen weiter zu weißer Asche kalziniert. Kalzinierung bedeutet das Veraschen der Heilpflanze.

Am Ende wird die Asche, die Spurenelemente und Mineralien enthält, im zuvor gewonnenen Destillat gelöst.